Biografie von Günter Wand

Feb 20, 2002 at 00:00 292

Diese Biografie beruht auf dem Buch von Wolfgang Seifert: Günter Wand: So und nicht anders. Gedanken und Erinnerungen. Verlag Hoffmann und Campe, 1998, 528 Seiten. Cookies akzeptieren – wir erhalten eine Kommission bei identischem Preis – und bestellen bei Amazon.de.

Günter Wand Biografie 1912-1939 (20.2.2002)

Am 14. Februar 2002 ist der deutsche Dirigent Günter Wand in seinem Wohnort Ulmiz in der Schweiz verstorben. Er kam am 7. Januar 1912 im deutschen Elberfeld – das später mit anderen Städten zu Wuppertal verschmolzen wurde – als jüngstes von drei Kindern von Paul und Lydia Wand auf die Welt. Sein Vater war damals 36 und ein begüterter Kaufmann, der durch die Inflation und die Währungsreform von 1923 sein gesamtes Vermögen verloren hatte. Er baute sein Geschäft erneut auf und war nach einigen Jahren harter Arbeit wieder wohlhabend. Günter wuchs also in einem behüteten Elternhaus mit Dienstmädchen und Putzfrau auf.

Der Junge nahm wie sein zwei Jahre älterer Bruder Musikstunden, und zwar bereits mit dem sechsten Geburtstage, einige Monat vor der Schule, im Konservatorium Potthof-Zimmermann. Der trocken-mechanische Unterricht durch seine erste Klavierlehrerin behagte dem Jungen allerdings nicht.

Mit 12 hatte er sein musikalisches Schlüsselerlebnis, das in ihm den konkreten Berufswunsch „Dirigent“ auslöste. Im Elberfelder Operettentheater hörte er den Zigeunerbaron von Johann Strauss mit Richard Tauber als Barinkay. Der Junge interessierte sich allerdings nicht für den berühmten Sänger, sondern nur für den Kapellmeister und sein Orchester, auf das er von seinem Platz aus einen ausgezeichneten Blick hatte.

In den letzten Schuljahren stand für Günter die Musik immer mehr im Zentrum. Der Musiklehrer Wendel Wiltberger liess ihn eine Art Assistentenrolle spielen, insbesondere weil er oft am Montagmorgen verhindert war und Wand deshalb auf der Orgelbank häufiger einspringen musste. Günter übte sich auch als Dirigent und sammelte Schüler um sich, mit denen er unabhängig vom Schulorchester eine eigene Kapelle bildete. Als Unterprimaner nahm Günter Wand ab 1929 beim Wuppertaler Generalmusikdirektor Franz von Hoesslin Privatunterricht im Dirigieren. Das Klavierspiel war ihm nur ein Mittel zum Zweck. Musiktheorie, Kompositionslehre und das Komponieren eigener Stücke standen im Vordergrund. Bei Hoesslin habe er „vieles gelernt, doch Dirigieren nicht“, meinte Wand später. Er sei ein besserer Klavierspieler als sein Lehrer gewesen, weshalb er im Unterricht an die Tasten musste, während dem der Lehrer den Taktstock schwang, der Günter vorenthalten blieb. Doch Dirigent kann man nur durch häufiges Dirigieren werden.

Sein Vater war jedoch wenig vom Berufswunsch des Sohnes angetan. Da die erstgeborene Tochter kurz nach der Geburt gestorben war und der ältere Sohn Kurt, ein ausgebildeter technischer Kaufmann, eine eigene Firma gegründet hatte, wollte der Vater wohl seinen jüngsten Sohn zum Geschäftsnachfolger machen. Sie einigten sich schliesslich auf das Berufsziel Musikstudienrat, wofür das Studium des gerade erst eingeführten Faches Schulmusikerziehung Voraussetzung war. Doch Günter bestand die Aufnahmeprüfung nicht. Sein Desinteresse an der Pädagogen-Musik war demonstrativ, sein Hauptinteresse galt dem regulären Musikstudium.

Im Wintersemester 1930/31 immatrikulierte sich Günter an der Universität Köln für eine Philologiestudium. „Offiziell“ belegte er die Fächer Philosophie, Germanistik, Kunst- und Musikwissenschaft, „inoffiziell“ suchte er jedoch nach einer Möglichkeit zum Musikstudium. Heimlich begann er, an der Rheinischen Musikschule zu studieren. Diese hatte zwar keinen Hochschulstatus, doch unterrichteten dort in wichtigen Fächern dieselben Lehrer wie an der Musikhochschule.

Günter Wand lernte beim Schweizer Klavierlehrer Paul Baumgartner, einem Schüler von Eduard Erdmann und Walter Braunfels, der 1937 die Meiserklasse für Klavier am Konservatorium Basel übernahm. Günters Theorie- und Kompositionslehrer war Wilhelm Maler, ein Schüler von Kroyer, Grabner, Haas und Jarnach. Der dritte wichtige Lehrer war Ernst Gernot Klussmann. Die drei Fachleute versuchten Wands Vater vom Talent seines Sohnes zu überzeugen. Dieser stimmte schliesslich ohne inneres Verständnis dem Fach- und Hochschulwechsel zu, der 1931 erfolgte.

In jenem Sommer belegte Wand auf Anraten von Baumgartner ein Semester an der Münchner Akademie der Tonkunst. Bei Franz Dorfmüller belegte er das Hauptfach Klavier, und bei Walter Courvoisier studierte er Komposition.

Mit 16/17 hatte Günter seine Jugendliebe, aus der eine zu früh geschlossene Ehe folgte, die zum Scheitern verurteilt war, gefunden. Zu ihr und zu seiner Familie zog es ihn im Herbst zurück. Mit einem Brief an den Präsidenten der Kölner Musikhochschule Walter Braunfels, einem darauffolgenden Treffen mit dem Kölner Hochschuldirektor Hermann Abendroth und einer bei Karl Ehrenberg bestandenen Prüfung schaffte es Wand noch im Wintersemester 1931/32 in die Dirigentenklasse von Ehrenberg aufgenommen zu werden. Dann unterrichtete Günter seinen Vater, ohne jedoch zu erwähnen, dass seine Freundin Liesel Jüttemeier, die er demnächst zu heiraten gedachte, der Grund für seinen Wechsel war.

Wand nahm nun Theorie- und Kompositionsunterricht bei Philipp Jarnach, der u.a. bei Ferruccio Busoni in Zürich studiert hatte. Bei ihm lernte Günter viel. Problematisch war jedoch der Dirigierunterricht. Wie schon zuvor bei Hoesslin spürte Wand, dass die Professoren ihm, abgesehen vom blossen Taktschlagen, das für ihn wichtige ihm nicht beibringen konnten. Ehrenberg liess seine Schüler nur zuschauen, nie dirigieren. Deshalb suchte Wand den Weg in die reale Musikwelt, in die Opernpraxis.

1932 wurde Günter Wand mit 20, im vierten Semester seines Studiums, Korrepetitor der Wuppertaler Oper, wo er sogleich für das Rollenstudium mit den Sängern in Wagners Lohengrin herangezogen wurde. Zuerst arbeitete er als unbezahlter Volontär. Bereits im Frühjahr 1933 trat er erstmals als Dirigent ans Pult, in der Operette Venus aus Seide von Robert Stolz. Doch Günters Vater blieb von diesem ersten Erfolg ungerührt. Neben seinem Job an der Oper von 1932-34 arbeitete Wand auch als Dozent für moderne Musik an der Volkshochschule Wuppertal und als Assistent der Konzertgesellschaft Wuppertal.

Als Berufsanfänger ohne NSDAP-Mitgliedschaft war es für Wand nicht einfach, 1934 eine Stelle zu finden. So ging er in die ostpreussische Provinz nach Allenstein, dem heute polnischen Olsztyn, wo ihn die Landestheater Südostpreussen GmbH in ihrem Mehrsparten-Theater als Zweiten Kapellmeister für Operette engagierte. Von 1934-38 hat Wand in Allenstein nicht nur rund 600 Aufführungen dirigiert, sondern sie von A bis Z betreut: als Korrepetitor, Ballett-Repetitor, Bearbeiter, Hauskomponist und Chordirektor. Wuppertal hatte ganz andere Möglichkeiten geboten. In Allenstein lernte Wand, mit beschränkten Mitteln umzugehen. Damals dirigierte Wand, der später als Perfektionist bekannt wurde, die populären Sommerkonzerte übrigens ohne jede Probe.

Am 1. Oktober 1934 heiratete Günter seine Jugendliebe Liesel Jüttemeier. Der Ehe fehlte allerdings eine solide materielle Basis. Rückblickend sprach der Dirigent von einer „Kinderehe, die kaum gut gehen konnte“. Da der Schwiegervater, ein bescheidener Beamter, nicht viel Geld für die Kinder lockermachen konnte, setzte sich Wands Mutter gegen ihren Mann durch und gab dem Sohn die tausend Mark, die für ein paar Möbel in der Zweizimmerwohnung in Allenstein fehlten.

Wand war zwar weder Jude noch Kommunist, doch als Nicht-Parteimitglied waren die Voraussetzungen für eine Laufbahn als Kapellmeister dennoch nicht ideal. So wurde er 1935, nach dem Ausscheiden des musikalischen Oberleiters, nicht dessen Nachfolger, sondern ein untergeordneter Kollege rückte nach. Der war zwar nicht besonders qualifiziert, doch ein „alter Kämpfer“, einer, der schon vor 1933 NSDAP-Mitglied gewesen war. Es kam auch zu Zusammenstössen mit übereifrigen Nazis am Theater. Der Intendant bewahrte in vor grösseren Problemen.

Die endgültige musikalische Weichenstellung erfolgte in Detmold in den Jahren 1938/39. Der Vater offerierte dem darbenden Dirigenten ein hohes Gehalt, eine schöne Wohnung und ein schnelles Auto, wenn er ihn nur im Geschäft vertreten und später dessen Leitung übernehmen würde. 1938, in einem Augenblick tiefster Depression, nahm der Sohn des Angebot an, aber nur, um sogleich zu erkennen, dass es für ihn keine Zukunft ohne Musik geben konnte. Auf Anraten von Baron Gudenberg bewarb er sich in Detmold für die offene Stelle als musikalischer Oberleiter für Oper und Operette. Der Regisseur Wolrad Rube und der Kapellmeister verstanden sich auf Anhieb. Beide waren nicht in der Partei. So wurde Wand also nicht Exportkaufmann, sondern, 1938/39 musikalischer Oberleiter am kleine, aber feinen Lippischen Landestheater in Detmold. Es gab zwar auch nur je acht Sänger und Sängerinnen sowie 26 festangestellte Musiker, doch wurde Detmold vorübergehend als „Vorhof von Bayreuth“ genutzt. Das Niveau der allesamt direkt von der Hochschule kommenden jungen Leute war entsprechend hoch.

Wands Vater war zutiefst gekränkt. Er verlor damals ein Auge und befand sich, was die Geschäftsnachfolge anbetraf, in einer ausweglosen Situation, da auch der ältere Sohn nicht zurück nach Wuppertal wollte.

Der Detmolder Intendant Otto Will-Rasing konnte Wand jedoch nur eine Saison halten. Dorthin kamen im Unterschied zu Allenstein oft Leute mit offenen Ohren. So entdeckte ihn der Agent Wendorf aus Köln, der eng mit dem Generalintendanten der Kölner Oper, Alexander Spring, zusammen arbeitete. Sie waren auf der Suche nach einem Nachfolger für Eugen Bodart.

Günter Wand. Photos Copyright © Michael Holz BMG Classics / Sony Music.

Günter Wand – Biografie 1939-1957 (25.2.2002)

1939 wurde Günter Wand zum 1. Kapellmeister an die Kölner Oper berufen, an der die politische Gleichschaltung und die „Entjudung“ zwar ebenfalls gewütet hatten, gemäss Seifert jedoch die grosse Tradition bis in die ersten Kriegsjahre nachwirkte. Damals war die Kölner Oper die bedeutendste Spielstätte der Stadt, zu denen noch das Schauspielhaus sowie das regelmässig von Köln aus bespielte Stadttheater Bochum gehörten. Ein Orchester mit 97 Musikern, ein Chor aus 34 Damen und 37 Herren sowie ein Hilfschor mit 40 Stimmen standen zur Verfügung. Seit 1933 amtete Alexander Spring, der gleichzeitig Ratsherr der Hansestadt Köln war, als Generalintendant der Oper. Die musikalische Oberleitung lag seit 1939 in den Händen von Karl Dammer, der Fritz Zaun abgelöst hatte.

Spring war von Haus aus Regisseur, hatte zuvor in Weimar und in Bayreuth als Assistent von Siegfried Wagner und Heinz Tietjens gearbeitet. Obwohl kein studierter Musiker, hatte Spring die Partituren genau im Kopf. Seit 1932 war er ein Mitglied der NSDAP und stand deshalb im Ruf, ein grosser Nazi zu sein. Er hatte die rassischen Säuberungen und die Ausrichtung des Spielplans auf die Naziideologie zu verantworten. Doch Wand gegenüber verhielt sich der Generalintendant nicht als fanatischer Nazi, sondern als pragmatischer Theatermann, der sein Haus professionell führte und in dem der junge Kapellmeister sich entwickeln konnte. Gleichzeitig hielt Spring seine schützende Hand über Wand, als dieser bei den Nazis unter Verdacht geraten war. Noch heute rühmt Wand Springs Menschenbehandlung und anständige Haltung gegenüber allen Mitarbeitern [Anmerkung.: allerdings waren da keine Juden und anderen „unerwünschten Elemente“ mehr an der Oper tätig]. Nach dem Krieg verschwand Spring, als Unperson abgestempelt und stillschweigend, ohne Gerichtsverfahren, mit Berufsverbot belegt, in der Versenkung.

Drei Dirigenten, Generalmusikdirektor Dammer, Günter Wand und Alfred Eichmann, betreuten ab 1939 je rund ein Drittel der etwa 60 Opern pro Spielzeit. Für Wand waren darunter immer auch zwei bis drei Neueinstudierungen, „echte“ Premieren. Wands erste Kölner Premiere kam 1940 mit Tiefland von Eugen d’Albert in der Regie von Alexander Spring. Rasch erwarb sich der junge Dirigent die nötige Selbstsicherheit.

1944-45 ging er für eine Saison als Kurzzeit-Chefdirigent nach Salzburg, nachdem ihn der Sicherheitsdienst der Nazis (SD) „überprüft“ hatte. Der zuständige Beamte sagte Wand, er solle selbst ein paar Zeilen zu seiner politischen Zuverlässigkeit verfassen. Im Gegenzug sollte Wand eine Sondergerichts- und Gestapo-Untersuchung gegen ihn Verschweigen, die mit einer schweren Verwarnung relativ glimpflich geendet hatte, wohl dank der schützenden Hand von Spring. Das Kriegsende war nah, eine Hand wusch die andere.

Heinz Wolff, ein Klassenkamerad seines Bruders Kurt, war in Personalunion Reichspropagandaleiter und Chef der Salzburger Festspiele geworden, nachdem er früher ein liberaler Demokrat gewesen war. Gemäss Seifert hatte es zwischen den zwei 15 Jahre lang keinen Kontakt mehr gegeben. Am 12. Juni 1944 schloss Wand einen Dreijahresvertrag mit dem Landestheater Salzburg. Doch noch vor Beginn der Spielzeit wurden (bis auf wenige Ausnahmen) der gesamte Theaterbetrieb im Reich eingestellt. Um nicht doch noch ein Opfer des Regimes zu werden, beschloss Wand, mit seiner Familie – er hatte inzwischen einen fünfjährigen Sohn, Peter – zwischen Köln und Salzburg hin- und herzufahren.

Im Januar 1945 erhielt Wand den Auftrag, das Mozarteum-Orchester zu reorganisieren und Konzerte, mit „der Lage angemessenen Programmen“, zu organisieren. So kam es, dass Günter Wand am 30. April 1945, dem Tag von Hitlers Selbstmord, das letzte öffentliche Sinfoniekonzert des Dritten Reiches dirigierte, mit Beethovens Eroica als Abschluss.

Am 3. Mai 1945 rollten die Panzer der U.S. Army durch Salzburg. Wand wohnte damals in der von einem schönen Park umgebenen Villa des Salzburger Intendanten Stanchina. Die Villa wurde von der Armee requiriert, doch die Wands konnten im Haus bleiben und ins Dachgeschoss ziehen. Bereits im Mai 1945 half Günter Wand einem amerikanischen Captain als Dirigent und Arrangeur bei der Einstudierung von Schlagern sowie Dvoraks Neuer Welt für ein Konzert für die Soldaten nach dem Victory Day. Bei den Aufführungen einer Armee-Jazzband zusammen mit den Musikern des Mozarteums sass Wand an einem Klavier im Orchester, um von da aus das Konzert, das offiziell vom Captain dirigiert wurde, zu koordinieren. Danach ging die Truppe auf Tournee. Wand erhielt da Angebot, mit den GIs als Arrangeur in die USA zu gehen, doch der Captain erkannte: „He must make real music!“

Von 1945 bis 1957 folgten für Günter Wand die schönsten Jahre, in denen er das Musikleben in Köln, wohin er im Spätsommer 1945 zurückging, wieder zur Blüte brachte. Doch zuerst musste sich der kompromisslose Dirigent gegen einen Widersacher (Eugen Papst) durchsetzen, der auch noch gegen ihn intrigierte, nachdem er im April 1946 zum Generalmusikdirektor der Stadt Köln (vorerst für 10 Jahre) ernannt worden war. Erst Ende 1947 war der Kampf definitiv zu Gunsten von Wand entschieden, der insgesamt über dreieinhalb Jahrzehnte in Köln wirken sollte, davon 28 Jahre als Gürzenich-Kapellmeister.

Günter Wand belebte nicht nur die vor die Nazizeit zurückreichende Tradition des Gürzenich-Orchesters, sondern setzte sich mit zahlreichen Erst- und Uraufführungen für zeitgenössische Komponisten und ihre Werke ein. In diesem Zusammenhang zu erwähnen sind Béla Bartók, Walter Braunfels, Benjamin Britten, Wolfgang Fortner, Paul Hindemith, Arthur Honegger, Frank Martin, Oliver Messiaen, Igor Stravinsky, Bernd Alois Zimmermann, u.v.a. Und aus seiner eigenen Feder stammten z.B. die Rilke-Lieder der Vorkriegszeit Drei Gesänge für Alt und Orchester. Wand lud auch Gastdirigenten ein, unter ihnen Hermann Abendroth, Karl Böhm und Fritz Busch, die insgesamt zehn neue Werke nach Köln brachten.

1945 war Wand kommissarisch die Verantwortung für die Konzerte übertragen worden. Bis dahin hatte er sich erst im Musiktheater profunde Kenntnisse erworben. So musste er erneut binnen kürzester Zeit einen Lernprozess durchmachen, noch intensiver als 1939, als er sich das Opernrepertoire erarbeitete.

Die Gürzenich-Konzerte waren praktisch immer ausabonniert und, sofern im freien Verkauf, fast immer ausverkauft. Das war gemäss Seifert in den fünfziger und sechziger Jahren sensationell. Das Publikum honorierte, dass für Wand die moderne Musik keine Pflichtübung war. Viele wollten die berühmt-berüchtigten Ansprachen des Publikumserziehers live erleben. Dabei kam es auch zu Skandalen, so bei den legendären Messiaen-Aufführungen in Köln, Berlin und Wuppertal. Den vier Jahre älteren französischen Komponisten hatte Wand bereits in den ersten Nachkriegsjahren kennen gelernt. Dank menschlicher und künstlerischer Affinitäten kamen sie sich schnell näher.

Wand zog sich auch den leistungsfähigen Gürzenich-Chor heran, dessen Spannweite von Bachs Matthäus-Passion bis zu Messiaens Trois Petites Liturgies reichte. Der Chor stand früher auf der Seite von Eugen Papst. Nicht zuletzt auf Grund internationaler Erfolge stand er rasch an der Seite des neuen Chefs.Günter Wand war ein Dirigent, der Publicity jeder Art verabscheute, ein „Stiller im Lande“, ein „Geheimtip unter Kennern“, der erst in hohem Alter internationale Berühmtheit erlangte. Er nutzte auch seine Beziehung zu Elsa Schiller nicht, die 1952 Programmdirektorin der Deutschen Grammophon Gesellschaft wurde.

Wand stand von April 1949 bis 1957 achtmal am Pult der Berliner Philharmoniker. Der Musikwissenschaftler und Kritiker Heinrich Lindlar schrieb 1950 in Heft 10 der Zeitschrift für Musik, dass unter den in den letzten Dezennien heraufgekommenen deutschen Dirigenten nur Karajan mit Wand zu vergleichen sei, was den Rhythmus seines Aufstiegs und die internationale Ausstrahlung seines Namens angehe. Seifert kommt zum Schluss, dass es daher kein Wunder gewesen sei, dass Wand nur noch selten zu den Berliner Philharmonikern eingeladen worden sei, seit und solange Herbert von Karajan dort geherrscht habe.

In Seiferts Wand-Biographie bleibt nicht unerwähnt, dass Dirigenten ausserordentlich sensibel, empfindsam und daher verletzbar und reizbar seien, was „neurotische Komponenten keineswegs ausschliesst“; auf Wands Neurosen geht er allerdings nicht näher ein. Er erwähnt nur, dass der Dirigent sich selbst als Anarchisten mit konservativen Wertvorstellungen bezeichnet hat.

Wands Ehe mit Liesel wurde 1939 durch die Geburt des Sohnes Peter gekrönt. Doch die innere und äussere Entwicklung der jungen Eheleute habe sich in verschiedenen Geschwindigkeiten und vor allem unterschiedlichen Tiefendimensionen vollzogen. Dazu kamen die nervenzerrüttenden und gefährlichen Kriegsjahre. In den frühen Kölner Nachkriegsjahren stieg die Arbeitsbelastung für Wand stark an. Liesel konnte ihm keine echte Partnerin sein. Diesen Platz nahm bald Anita Westhoff ein, eine ausgebildete Sängerin, die der Dirigent in der Saison 1945/46 kennen lernte, als sie fast noch eine Debütantin war. 1946 zog Anita bei den Wands als Untermieterin ein, da sie im zerstörten Köln keine Wohnung finden konnte. 1948 traten der Dirigent und die Sängerin als Paar an die Öffentlichkeit. Das war damals, als es z.B. noch den Kuppel-Paragraphen gab, nicht einfach. Zudem wehrte sich Liesel lange gegen die Scheidung und zog erst 1950 aus der gemeinsamen Wohnung aus. Im Oktober 1957 wurde die Ehe einvernehmlich geschieden; Liesel Wand starb 1991. Günter und Anita heirateten im Dezember 1957.

Sein erstes Auslandskonzert gab Günter Wand 1948 in Lausanne, wo er die Solistin Anita Westhoff sowie das Orchestre de Chambre de Lausanne dirigierte. Ein Jahr später ging er nochmals nach Lausanne. Daraufhin folgten Einladungen nach Zürich und Winterthur sowie 1950 eine Städtetournee mit dem Gürzenich-Orchester mit Konzerten in Montreux, Genf, Lausanne und Neuenburg, die internationale Beachtung fand. In der Folge wurde Wand nach London eingeladen, wo er 1951 das London Symphony Orchestra im Covent Garden dirigierte.

1946 knüpfte Wand Kontakte zur französischen Schallplattenfirma Club Français du Disque. Dessen wurde er sich allerdings erst bewusst, als er unerwartet eingeladen wurde, im Dezember 1950 das Orchester der Société des Concerts du Conservatoire, gemäss seinem Freund Olivier Messiaen „le plus beau des orchestres français“, zu dirigieren. Nach dem Konzerterfolg kam ein Zivilist zu ihm, den er 1946 als Kulturoffizier der französischen Militäradministration in Baden-Baden kennen gelernt und der ihm damals prophezeit hatte, er werde die dort gespielte 3. Sinfonie von Brahms dereinst in Paris dirigieren. Es folgte eine Einladung nach Aix-en-Provence, wo er im Sommer 1951 zwei erfolgreiche nächtliche Freiluftkonzerte mit dem Gürzenich-Orchester geben konnte, das in jenem Juni auch in Paris spielte. Besonders wichtig für das Renommee von Wand sowie des Gürzenich-Orchesters- und -Chors waren die Gastspiele bei den internationalen September-Festivals in Montreux 1952, 1953 und 1956. Daraus entstanden weitere Einladungen ins Ausland.

Günter Wand. Photo Copyright © Klaus Hennch/BMG Classics.

Günter Wand – Biografie 1957-2002 (26.2.2002)

Günter Wand hätte auf Grund seiner frühen Auslandserfolge eine Karriere als Reisedirigent einschlagen können. Doch er entschied sich für Köln. Daneben wirkte er lediglich von 1953-1956 als Nachfolger Carl Schurichts als Chefdirigent des Wiesbadener Städtischen Orchesters. Als ihm dort der gewünschte Ausbau des Orchesters nicht gewährt wurde, trat er zurück. Bis zum Januar 1974 konzentrierte sich auf sein Kölner Amt.

Nach dem Krieg hatte Wand begonnen, Aufnahmen zuerst mit dem Gürzenich-Orchester, dann mit dem NWDR– sowie dem nachfolgenden WDR-Orchester zu machen. Wands Platten erschienen beim französischen Label Club Français du Livre et du Disque. Das erste Album kam im Herbst 1952 auf den Markt. Ende der 1960er Jahre, nach der Aufnahme von 43 Werken, entschied sich der Besitzer der Plattenfirma, alle seine Kräfte auf eine französische Neuausgabe der Encyclopaedia Britannica zu konzentrieren. Er verkaufte seine Rechte an die Firma Musicdisc.

Gemäss Wolfgang Seifert waren die 1960er Jahre der künstlerische Höhepunkt der Ära Wand in Köln, auch wenn sie für den Dirigenten nicht mehr so schön waren wie die erste Aufbauphase. Technisch und musikalisch war das Orchester hervorragend und die Programmpolitik, die von sehr alter bis zeitgenössischer Musik alles umfasste, war akzeptiert, wie die ausverkauften Konzerte bewiesen.

1965 erhielt Wand den französischen „Grand Prix National du Disque“für seine 1964 produzierte Aufnahme von Joseph Haydns Schöpfung. Das Werk der frühen Wiener Klassik bedeutete ihm. Er erwies sich darin als Meister des „Einfachen, das schwer zu machen ist“.

Wand dirigierte die Berliner und die Münchner Philharmoniker, gab Konzerte in Paris mit dem Conservatoire- und dem Lamoureux-Orchestre, konzentrierte in der Schweiz, Italien, England, Spanien und in Skandinavien. 1959 war er der erste deutsche Dirigent, der zu Konzerten in die damalige Sowjetunion eingeladen wurde.

Wand setzte sich für die Neue Musik ein, insbesondere für Bernd Alois Zimmermann. Von ihm führte er zwischen 1946 und 1962 acht Werke auf, darunter waren vier Uraufführungen und eine Erstaufführung. Der Dirigent und der Komponist kamen sich freundschaftlich näher. Es war Zimmermann, der Wand immer wieder auf Anton Bruckners 5. Sinfonie hinwies, die zu dirigieren dieser damals noch nicht wagte.

Die Duzfreundschaft wurde später durch die unterschiedliche Einschätzung von Zimmermanns Impromptu für Orchester dauerhaft getrübt, das ursprünglich „Günter Wand in Verehrung zugeeignet“ war. Das Auftragswerk der Stadt Köln, das 1958 in jener Stadt uraufgeführt wurde, ist das einzige Stück von Zimmermann, das zwar vom Gürzenich-Orchester gespielt, aber nicht von Wand, sondern vom Komponisten selbst dirigiert wurde. Zimmermann fand darin zu einem neuen Stil, mit dem sich Wand nicht anfreunden konnte. Für den Dirigenten war ein „kontrollierbarer“ Notentext immer essentiell. Er wandte sich klar gegen „aleatorische“ und ähnliche Kompositionsverfahren, bei denen die Noten nur als „Annäherungswerte“ dienten. Von der Neuen Musik wandte er sich allerdings nicht insgesamt ab. 1963 versuchte Zimmermann nochmals, Wand zu einer Sinnesänderung zu bewegen. Doch der „liebe Günter“ lehnte das Uraufführungsdirigat ab. So kam Zimmermanns Oper Die Soldaten 1965 von Michael Gielen dirigiert und von Hans Neugebauer inszeniert zur Uraufführung. Die Oper hat „zentrale Bedeutung“ in Zimmermanns Gesamtwerk. Wand, der viel für den Komponisten getan hat, hielt auch über dessen Tod hinweg an seiner ablehnenden Haltung gegenüber diesem Werk fest.

Der Dirigent war kein einfacher Orchesterleiter. Konflikte gab es immer wieder. So kam die Orchesterversammlung am 3. Dezember 1959 in Abwesenheit von Wand einstimmig (mit einer Enthaltung) zu einer Entschliessung, in der das schlechte Arbeitsklima und die Unzufriedenheit des Orchesters mit Wand an höherer Stelle vorgetragen werden sollte. Doch die Zusammenarbeit ging noch 15 Jahre weiter. Und nach dem Gewinn des „Grand Prix National du Disque“ von 1965 ging Wand daran, sich die Werke Schuberts und Bruckners systematisch zu erschliessen.

Im Herbst 1971 kam es allerdings zum grossen „Kladderadatsch“, wie Wand die Vorgänge später bezeichnete, die ihn zum vorzeitigen Abgang im Januara 1974 veranlassten. 1977 würde Wand sein 65. Lebensjahr vollenden. Er wollte über diese Altersgrenze hinweg als Künstler und Erzieher des Orchesters tätig sein. Bei einer Ablehnung seines Wunsches von 1971 erbat er sich die Möglichkeit, bereits mit 62 aus dem Dienst der Stadt Köln auszuscheiden. Der Kulturdezernent Kurt Hackenberg arbeitete in Richtung einer vorzeitigen Ablösung von Wand. In einer Pressemitteilung vom 1. September 1971 erführ der Chefdirigent, das der damalige Operndirektor István Kertész sein Nachfolger als Gürzenich-Kapellmeister der Stadt Köln werden würde. Der „altmodische“ Wand mit seinem dem Zeitgeist nicht entsprechenden Idealen war über die hinter seinem Rücken in Rekordzeit zustande gekommene Einigung erzürnt und enttäuscht.

Wands Trennung von Köln 1974 war radikal. Er strebte einen sofortigen Ortswechsel an und zog in die Schweiz. In der helvetischen Hauptstadt, wo er das Berner Sinfonieorchester erstmals 1969 geleitet hatte, brachte er 1972 Carmen zur Aufführung. Es sollte sein letztes Operndirigat sein. Wand knüpfte enge Beziehungen zur Bernischen Musikgesellschaft (BMG) und und zum Bernischen Orchesterverein (BOV). Ihm schwebte eine Position als Erster ständiger Gastdirigent vor. 1972 dirigierte er die 8. Sinfonie von Bruckner in Bern. Noch im Herbst desselben Jahres schloss er einen zunächst bis 1976 befristeten förmlichen Gastvertrag ab, er ihn zu jährlich drei Konzerten mit der BMG und einem mit dem BOV verpflichtete. 1975 wurde der Vertrag für weitere vier Jahre fortgeschrieben.

Der 1974 in die Schweiz gekommene Wand zog bald ins Dörfchen Ulmiz bei Bern, wo er bis zu seinem Tode wohnhaft blieb. Dort reifte die Zeit für Bruckners 5. Sinfonie heran, die gemäss Seifert für Wand zur „Schicksalssinfonie“ wurde, die er erstmals im Herbst 1974 mit dem Symphonieorchester Bern aufführte.

Am 17 Mai 1979 gab er sein letztes Berner Konzert. Er dirigierte Bruckners 8. Sinfonie, mit der er in Bern einst seinen Einstand gefeiert hatte. Eine Phase seines Lebens war damit abgeschlossen. Er kehrte nie mehr ans Berner Pult zurück. Ab 1974/75 war er plötzlich erneut weltweit gefragt und entwickelte sich fast doch noch zum Reisedirigenten. So folgten Auslandsengagements mit mehrwöchige Japan-Aufenthalte beim NHK Symphony Orchestra Tokyo. 1982 übernahm er beim BBC Symphony Orchestra London den Posten als Principal Guest Conductor. Seit 1982 ist Günter Wand Chief-Guest-Conductor des BBC Symphony Orchestra. Damit waren jährliche Auftritte bei den Proms-Konzerten verbunden. Die Wiederbegegnung mit den Berliner Philharmonikern im Frühjahr 1995 mit den Sinfonien Nr.8 und 9 von Franz Schubert war ein triumphaler Erfolg und ist auf CD festgehalten. Neben den Berlinern dirigierte er auch das BR-Symphonieorchester und die Münchner Philharmoniker regelmässig.

Von 1975 nahm Wand sämtliche Bruckner- und Schubert-Sinfonien mit dem Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester auf. Es war die kleine Freiburger Schallplattenfirma harmonia mundi, für die Wand 1975 Bruckners Fünfte aufnahm (Vertrieb BASF, kurz darauf EMI, später gingen die Rechte an RCA Victor/BMG). 1978 und 1982 erhielt Wand den „Deutschen Schallplattenpreis“ sowie den den firmenunabhängigen „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ für seinen Bruckner-Zyklus, wobei insbesondere die konsequente Werktreue hervorgehoben wurde. Auch Richard Freed in der Washington Post vom 31. Oktober 1982 war des Lobes voll über Wands Bruckner-Einspielungen. Bereits 1979 hatte Alfred Beaujean in der FAZ vom „Triumph des Unspektakulären“ sowie vom „organischen Fluss“ bei Wands Bruckner geschwärmt.

„Nicht ich habe den Anschluss an den Musikvertrieb verpasst, der Musikvertrieb hat mich verpasst“, pflegte Wand zu seinem späten Ruhm zu sagen, der ihm im Januar 1989 zu seinem Amerika-Debüt beim Chicago Symphony Orchestra verhalf, wobei er auf seinen gewohnt langen Probezeiten beharrte. Die Arbeit lohnte sich, wie die Live-CD mit der 1. Sinfonie von Brahms beweist. Im Herbst jenes Jahres reiste er erneut nach Chicago, um vier Konzerte mit Bruckners Fünfter zu dirigieren. Danach wurde er allerdings nicht mehr eingeladen. Seifert fragt sich, ob es an Wands für die USA ungewöhnlich langen Proben und den daraus resultierenden Erfolgen lag, die im kommerziell ausgerichteten US-Musikbetrieb anstiessen oder ob Barenboim keine Konkurrenz wollte; Wand jedenfalls fühlte sich dadurch an seine langjährige „Sperre“ bei den Berliner Philharmonikern durch Karajan erinnert (es sei allerdings erwähnt, dass in Chicago auch ein gewisser Boulez neben Barenboim tätig ist).

Von 1982 bis 1991 war Günter Wand vor allem als Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters tätig, dessen Ehrendirigent er 1987 wurde. Gastspiele im In- und Ausland, so beim internationalen Festival in Edinburgh 1994 und 1995 sowie im Wiener Konzerthaus im Oktober 1995 gehörten dazu. Die Live-Mitschnitte der letzten Jahre aus der Hamburger Musikhalle, insbesondere die Bruckner Sinfonien Nr.3-9, fanden international Anerkennung. Die Schubert-Sinfonien sowie Bruckners Fünfte mit den Berliner Philharmonikern wurden 1996 und 1997 mit den prestigereichen Jahrespreisen des Diapason d’Or ausgezeichnet. Wand befreite Bruckner vom Image des „Kirchenmusikers des Konzertsaals“, er konnte ihn einfach nicht „katholisch“ hören, meinte der Dirigent dazu.

Vordergründig führte ein Sturz 1989 in seiner Wohnung mit einem komplizierteren Oberschenkel- und einem Finger-Bruch zu seinem Rücktritt in Hamburg. Doch er war irritiert darüber, dass der damalige Leiter der NDR-Orchesterredaktion, Hubertus Franzen, ihm mitteilte, John Eliot Gardiner werde künftig öfter das Orchester leiten und mit dem polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki sei ein förmlicher Vertrag als Erster Gastdirigent abgeschlossen worden. All das war nicht mit Wand abgesprochen worden. Doch sein Rücktritt als Chefdirigent entlastete ihn von aller administrativer Verantwortung. Gleichzeitig dirigierte er über 1991 hinaus das NDR-Sinfonieorchester.

Von Kritikern wurde der Dirigent, der zeitlebens ohne Agentur auskam, wie folgt charakterisiert: „Zündend ohne Exzentrik“, „Dienen, nicht verdienen“, Mass und Mitte“, „Demut vor grosser Musik“. Seine wochenlangen Vorarbeiten und seine ausgedehnten Proben zahlten sich aus. Wand blieb bis zuletzt aktiv. Noch im Jahr 2000 war er auf einer Japan-Tournee (BMG-Veröffentlichungen auf CD und DVD sind geplant). Im März 2002 wollte er Bruckners Sechste mit den Berliner Philharmonikern aufnehmen. Doch der Tod hat den Neunzigjährigen am 14. Februar 2002 ereilt.

Diese Biografie beruht auf dem Buch von Wolfgang Seifert: Günter Wand: So und nicht anders. Gedanken und Erinnerungen. Verlag Hoffmann und Campe, 1998, 528 Seiten. Cookies akzeptieren – wir erhalten eine Kommission bei identischem Preis – und bestellen bei Amazon.de. Wolfgan Seiferts leicht lesbar geschriebenes Buch ist die Quelle für diese Biographie. Der Autor hat nicht nur allerlei Dokumente und die auf Band gesprochenen Lebenserinnerungen von Günter Wand ausgewertet, sondern auch „eine Reihe intensiver Musikgespräche“ mit dem Dirigenten in Ulmiz geführt. Seiferts Werk, in das kursiv gedruckte Texte des Dirigenten eingefügt sind, wurde vom Dirigenten autorisiert. Das Privatleben wird fast ganz ausgespart.

Günter Wand: The Essential Recordings. 10 CDs, RCA, 2001. Cookies akzeptieren – wir erhalten eine Kommission bei identischem Preis – und bestellen bei Amazon.de, Amazon.fr, Amazon.com, Amazon.co.uk.

Günter Wand und die Berliner Philharmoniker: Bruckner Sinfonie Nr. 5. RCA, 1996. Cookies akzeptieren – wir erhalten eine Kommission bei identischem Preis – und bestellen bei Amazon.de, Amazon.fr. Die mit einem Diapason d’Or ausgezeichnete Live-Aufnahme von Wands-Einspielung der „Schicksalssinfonie“.

Am 7.8.2002 hinzugefügt: Günter Wand: die letzte Aufnahme – das letzte Interview. Bruckner, Schubert. RCA, 2002. Cookies akzeptieren – wir erhalten eine Kommission bei identischem Preis – und bestellen bei Amazon.de.

Nekrolog / Biographie / Artikel vom 20., 25. und 26. Februar 2002. Biographie zu unseren neuen WordPress-Seiten hinzugefügt am 22. November 2024.